• Ballonwettkampf

    Im Ballon-Wettkampfsport gibt es verschiedene Heraus­forderungen, welche die Pilotin respektive der Pilot während einer Fahrt erfüllen soll, meist muss er ein oder mehrere Ziele möglichst exakt anfahren. Ziele können an definierten Stellen ausgelegte Zielkreuze sein, Wegkreuzungen oder markante Punkte im Gelände. Andere Aufgaben können minimale oder maximale Distanzen und maximale Winkel innerhalb eines geografisch definierten Gebietes sein. Erschwerend wirken mögliche Auflagen zur Aufgabenerfüllung, wie minimale oder maximale Zeitlimiten, Solofahrten ohne navigierenden Co-Piloten, geografische Geländebegrenzungen, Sperrzonen oder Fahrthöhenbeschrän­kungen. Beim Erreichen des Ziels wirft die Ballon-Crew meist einen sogenannten Marker ab. Das ist ein kleiner mit etwas Reis oder Sand gefüllter Beutel, an welchem eine 170 cm lange Schleife befestigt ist. Die durch den Markerabwurf erreichte Zielablage wird ausgemessen und bewertet. Pro Aufgabe können maximal 1000 Punkte erreicht werden. Sieger eines Wettkampfs wird, wer dank optimaler Strategie über alle in den Wettfahrten gestellten Heraus­forderungen in der Summe den höchsten Punktestand erreicht.             

    Das Zusammenspiel von Technik und Natur ist intensiv. Daher erlebte die Entwicklung der Ballontechnik über die vergangenen 25 Jahre Revolutionen in Hightech-Bereichen; superleichte, isolierende Gewebe, Leichtbau für Ballonkörbe, netzlose Gasballone, leisere Gasbrenner, modernste Elektronik für Meteorologie, Logger und Navigation.

    Dennoch bleiben Ballonfahren und Ballon-Wettkampfsport primär eine Erfahrungs-, Geschicklichkeits- und Gefühlssache der Piloten, diese in permanenter Abwägung aller eine Fahrt beeinflussender Faktoren und immer im grossen Respekt einerseits vor der Einzigartigkeit der Natur und andererseits den begrenzten Möglichkeiten von Physik und Technik.

    In der Schweiz hat Ballonfahren eine grosse Tradition. Schweizer Piloten waren seit Mitte des 18. Jahrhunderts Pioniere der Ballonfahrt. Auch im internationalen Wettkampf waren Schweizer immer erfolgreich wie zum Beispiel Stefan Zeberli, welcher amtierender Europameister und fünffacher Schweizermeister in Folge ist.

    Auch unsere regionalen Berner Piloten können nebst viel Erfahrung Erfolge vorzeigen:

    Peter Blaser und Othmar Hochreutener:

    • 1993 + 1997: Schweizermeistertitel
    • 1998: Silbermedaille Europameisterschaft

    Marc Blaser:

    2008, 2010, 2014: Silbermedaille Schweizermeisterschaft

     

     

     

    David Hochreutener:

    2010: Bronzemedaille Schweizermeisterschaft

    Unsere beiden ausgewiesenen regionalen Wettkampfpiloten, Marc Blaser und David Hochreutener, sind auch Mitglied der Schweizerischen Heissluftballon Nationalmannschaft. Ausserdem ist David Hochreutener Mitglied des Organisationskomitees der diesjährigen Schweizermeisterschaft.