• Ballonfahren

    Ballonfahren ist die naturverbundene Art der Fortbewegung in der Luft. Ballonfahren ist eine Reise mit dem Wind, schwebend über unserer Welt, der wir für ein paar Stunden entfliehen. Als Pilot oder Passagier ist der Genussfaktor unbeschreiblich hoch und jede Ballonfahrt ist einzigartig.

    Während die Ballonpilotin oder der -pilot die Fahrthöhe eines Ballons bestimmt und kontrolliert, sind dessen Fahrtrichtung und Geschwindigkeit alleine abhängig von der Windströmung. Es gilt, die auf unterschiedlichen Höhen herrschenden Windströmungen optimal zu nutzen und so die gewünschte Fahrtrichtung oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen

    Seit der Erfindung 1783 bis in die 1970er Jahre war der Gasballon die beste Möglichkeit ohne Motor in die dritte Dimension abzuheben. Das Traggas, Wasserstoff oder Helium, ist leichter als die umgebende Luft und trägt den Ballon mit Besatzung und Manövrierballast in die Höhe. Steigen oder Sinken kann mit Ballastabwurf (Sand, Wasser) oder Gasablassen reguliert werden. Nachfüllen von Gas während der Fahrt ist nicht möglich. Der Startplatz ist meist bei einem Gaswerk, so dass das Gas nicht weit transportiert werden muss.

     

     

    Der Heissluftballon erlebte in den 1970er Jahren dank modernen Technikgeweben ein Revival. Praktisch ortsunabhängig können aus Propangas durch spezielle Brenner grosse Mengen heisser Luft in einer Ballonhülle erzeugt werden. Wird die Luft im Ballon erhitzt, wird diese leichter als die den Ballon umgebende Luft. Je grösser das Ballonvolumen und je grösser die Temperaturdifferenz zur umgebenden Luft sind, desto mehr Gewicht kann gehoben werden. Die Fahrthöhe wird somit durch Temperaturregulierung in der Hülle gesteuert.

     

     

     

     

    Das sogenannte Heissluft-Luftschiff funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie ein Heissluftballon. Die Hülle ist in Form einer Zigarre gebaut. Der Auftrieb wird durch die Temperatur­differenz der Innenluft zur die Hülle umgebenden Luft erzeugt. Durch mehr oder weniger Heizen werden das Steigen und Sinken reguliert, ein Motor mit Propeller erzeugt den Vorschub, über Seitenleitruder aus Stoff wird die Fahrtrichtung des Luftschiffs gesteuert.